02 / SOFORT
Den ganzen Ballen langsam rehydrieren.
- Baum aus heißer Sonne und starkem Wind nehmen, aber hell stellen.
- Langsam über die gesamte Oberfläche gießen, kurz warten und erneut gießen.
- Läuft Wasser nur seitlich vorbei, den Ballen einmalig kurz tauchen, bis kaum noch Luftblasen aufsteigen.
- Schale vollständig ablaufen lassen; nicht dauerhaft in Wasser stehen lassen.
- Feuchte in den folgenden Tagen engmaschig prüfen, ohne erneut austrocknen oder vernässen zu lassen.
Einmal vollständig rehydrieren. Danach nicht aus Angst ständig nachgießen.
03 / LEBENSZEICHEN
Knospen und Zweige brauchen Zeit.
GünstigerElastische Zweige, feste Knospen, grünes Gewebe unter einer kleinen Teststelle.
UnklarBlätter trocken, aber Zweige teilweise elastisch; Art und Jahreszeit beeinflussen die Reaktion.
UngünstigerKrone überall spröde, Gewebe an mehreren Ebenen trocken braun, Stamm schrumpft.
Ein laubabwerfender Baum kann ohne Blätter noch leben. Bei immergrünen Nadelbäumen wird sichtbare Verbräunung häufig erst verzögert deutlich.
04 / NACHSTRESS
Jetzt nichts zusätzlich beweisen.
Nicht düngenGeschädigte Wurzeln und Blätter können zusätzliche Salze nicht sinnvoll nutzen.
Nicht umtopfenNur ein getrennt belegter Wurzelnotfall rechtfertigt den zusätzlichen Eingriff.
Nicht stark schneidenUnklar lebende Zweige erst später beurteilen; Reserven und Knospen erhalten.
Nicht abdunkelnSchutz vor harter Sonne bedeutet nicht einen dunklen Innenraum.
05 / BEOBACHTUNGSZEIT
Erholung folgt keinem Countdown.
Art, Jahreszeit, Dauer des Trockenstresses und verbleibende Feinwurzeln bestimmen den Verlauf. Fotografiere Knospen und Zweige wöchentlich. Beurteile nicht täglich durch neue Schnitte.
Direkte HilfeBei wertvollen alten Bäumen, vollständig trockenem Wurzelballen über unbekannte Dauer oder zusätzlichem fauligem Wurzelschaden sollte eine erfahrene Fachperson den Baum untersuchen.
